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EnEV plus - Jetzt sind Sie optimal für die EnEV 2009 gerüstet

EnEV kompakt 2009 - Erfahren Sie alles über die EnEV, den Energieausweis und das EEWärmeG

 

EnEV - Online Glossar wichtiger Fachbegriffe

In diesem EnEV Glossar finden Sie eine Übersicht von in der Praxis gebräuchlichen Begriffen für die Bereiche Energieeinsparung, Schadstoffbegrenzung, Wärme-, Feuchte- und Brandschutz, Heizung und Lüftung.

Um alle verfügbaren EnEV-Fachthemen der WEKA Software "EnEV Plus" zu einem Begriff zu finden, klicken Sie bitte einfach auf den jeweiligen Fachbegriff.

  • A - C
  • D - F
  • G - J
  • K - M
  • N - Q
  • R - T
  • U - W
  • X - Z

Begriff

Erklärung

A

 

A/V-Verhältnis

Verhältnis der wärmeübertragenden Umfassungsfläche (A) zum beheizten Bauwerksvolumen (V) eines Gebäudes

A/V-Wert

Quotient aus der wärmeübertragenden Umfassungsfläche A eines Gebäudes und dem darin eingeschlossenen beheizten Bauwerksvolumen V (kompakte Gebäude = kleiner A/V-Wert, A/V außerdem stark abhängig von der Gebäudegröße)

Abgasverluste

die in den Abgasen bei der Verbrennung fossiler Heizenergieträger enthaltene Wärmeenergie

Abluftsystem

Lüftungssystem, das der Abfuhr verbrauchter Raumluft dient

Abminderungsfaktor

abstrakter Wert zur Verminderung des Anforderungsniveaus des baulichen Wärmeschutzes

Absorber

„Empfangsfläche“ eines Sonnenkollektors; nimmt Sonnenenergie auf und wandelt sie in Wärme um. Ein qualitativ hochwertiger Absorber kann über 90 % der Sonneneinstrahlung zur Brauchwassererwärmung nutzen

Absorption

von einem Körper aufgenommene („verschluckte“) Strahlung, die dabei in Wärme umgewandelt wird; Absorptionsgrad: Verhältnis der absorbierenden Strahlung zur auftreffenden Strahlung

Abwärme

bei der Umwandlung von elektrischer oder mechanischer Energie als Nebenprodukt anfallende Wärmeenergie ohne besondere Zweckbestimmung und Funktion

Aktive Sonnenenergienutzung

Im Unterschied zur passiven Sonnenenergienutzung, bei der unter Verzicht auf technische Systeme (Pumpen, Motoren etc.) allein durch architektonische Maßnahmen Solarenergie genutzt wird, wandeln Kollektoren die Energie der Sonne in Wärme (Solarthermie) und Solarzellen in Strom (Photovoltaik) um. Optimale Energieausbeute durch die Kombination von passiver und aktiver Nutzung der Sonneneinstrahlung

(siehe auch Dokument: Photovoltaik)

Altbausanierung

Instandsetzung und Modernisierung vorhandener, älterer Gebäude; in der Regel Austausch der Heizungsanlage; verbesserter Wärmeschutz durch Außendämmung

Alternative Energien

Erneuerbare Energien (siehe auch Dokument: Erneuerbare Energien)

Anbau

horizontal ausgerichtete, bauliche Erweiterung eines Gebäudes, auch Wintergarten

Anlagen-Contracting

Form des Contracting, bei der die Vergütung des Contractors von der erzielten Energieeinsparung unabhängig ist. Im Rahmen der Vertragslaufzeit amortisieren sich in vielen Fällen die getätigten Investitionen, d.h., der Energienutzer bezahlt alle Aufwendungen des Contractors einschließlich eines angemessenen Gewinns

Anlagenaufwandszahl

Sie beschreibt die energetische Effizienz des gesamten Anlagensystems über Aufwandszahlen. Die Aufwandszahl stellt das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen (eingesetzter Brennstoff zu abgegebener Wärmeleistung) dar. Je kleiner die Zahl ist, umso effizienter ist die Anlage. Die Aufwandszahl schließt auch die anteilige Nutzung erneuerbarer Energien ein. Deshalb kann dieser Wert auch kleiner als 1,0 sein. Bei Wohngebäuden ist in der Anlagenaufwandszahl auch die Bereitstellung einer normierten Warmwassermenge berücksichtigt. Die Anlagenaufwandszahl hat nur für die Gebäudeausführung Gültigkeit, für die sie berechnet wurde

Armaturen

Bedienungselemente einer heizungstechnischen Anlage

Aufstockung

vertikale, raumbildende Erweiterung eines Gebäudes mit allseitigen Umfassungswänden und darüber liegendem Dach

Ausnutzungsgrad

Faktor, der den gesamten monatlichen oder jahreszeitlichen Wärmegewinn reduziert, um den nutzbaren Teil des Wärmegewinns zu erhalten

Außentemperatur

Temperatur der Außenluft

Außenwandfeuerstätte

schornsteinunabhängige Feuerstätte zur Raumheizung

B

 

Baustoffklasse

Einteilung von Baustoffen nach ihrem Brandverhalten (DIN 4102); Unterteilung in nicht brennbare Baustoffe (Baustoffklassen A1 und A2) und brennbare Baustoffe (schwer entflammbar B1, normal entflammbar B2 und leicht entflammbar B3)

Bauteilmethode

Ermittlung des zulässigen Wärmedurchgangskoeffizienten (k), unabhängig vom A/V-Verhältnis für jeden einzelnen Bauteil der wärmeübertragenden Umfassungsfläche

Bauwerksabdichtung

bauliche und technische Vorkehrungen, die das Eindringen von Bodenfeuchtigkeit und Sickerwasser in ein Gebäude verhindern

Bauwerksvolumen

Volumen (V) eines Gebäudes, das von der wärmeübertragenden Umfassungsfläche eingeschlossen wird

Be- und Entlüftungsanlage

raumlufttechnische Anlage, deren Zweckbestimmung in der gezielten Erzeugung eines Über- oder Unterdrucks in Räumen liegt

Bedarf

rechnerisch ermittelter Verbrauch von Energie

Behaglichkeit

Wohlbefinden eines Menschen in seinem Umgebungsklima; Beeinflussung der thermischen Behaglichkeit, insbesondere durch Luft- und Umschließungsflächentemperatur, Luftgeschwindigkeit und Luftfeuchte, Tätigkeitsgrad und Bekleidung

Beheizte Wohnfläche

Die Wohnfläche kann nach § 44 Abs. 1 der für den preisgebundenen Wohnraum geltenden II. Berechnungsverordnung ermittelt werden. Sie bezieht nur die wirklich innerhalb der Wohnung genutzten Flächen ein und ist in der Regel kleiner als die nach physikalischen Gesichtspunkten ausgerechnete Gebäudenutzfläche im Sinne der Energieeinsparverordnung

Beheizter Raum

ein Teil der Gesamtheit von Räumen, die aufgrund bestimmungsgemäßer Benutzung direkt oder im Raumverbund beheizt werden

Beheiztes Gebäudevolumen (Ve)

Das beheizte Gebäudevolumen (Ve) ist das anhand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen. Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen

Bezugsflächen und Rauminhalte (geometrische Angaben)

Die Gebäudenutzfläche (AN) beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energieeinsparverordnung ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden

Biogas

Biogas gehört zu den erneuerbaren Energieträgern. Es entsteht beim bakteriellen Abbau von organischem Material, z.B. Pflanzen(-resten), sowie tierischen Exkrementen und Abfällen (insbesondere aus der Landwirtschaft) unter Licht- und Luftabschluss in einem Faulbehälter und enthält im Wesentlichen Methan (CH4)

Biomasse

Biomasse ist die gesamte durch Pflanzen oder Tiere anfallende/erzeugte organische Substanz. Beim Einsatz von Biomasse zu energetischen Zwecken – also zur Strom-, Wärme- und Treibstofferzeugung – ist zwischen nachwachsenden Rohstoffen oder Energiepflanzen und organischem Abfall zu unterscheiden. Nachwachsende Rohstoffe sind:

  • schnell wachsende Baumarten und spezielle einjährige Energiepflanzen mit hohem Trockenmasse-Ertrag zum Einsatz als Brennstoff
  • zucker- und stärkehaltige Ackerfrüchte für die Umwandlung in Äthanol sowie Ölfrüchte für die Gewinnung von Bioölen bzw. Biodiesel (Rapsölmetylester) und
  • deren Einsatz als Schmierstoff bzw. als Treibstoff

Organische Reststoffe fallen bei der Land- und Forstwirtschaft, der Industrie und in Haushalten an. Dazu zählen:

  • Abfall- und Restholz
  • Stroh, Gras, Laub und Dung
  • Klärschlamm sowie
  • organischer Hausmüll
  • organische Rest- und Abfallstoffe bilden das Grundmaterial für die Erzeugung von Biogas

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten: Diesel- oder Gasmotoren treiben Generatoren an und erzeugen Strom; gleichzeitig wird die Abwärme der Motoren über Wärmetauscher nutzbar gemacht. Da in einem Prozess Strom und Wärme produziert werden, ist der Wirkungsgrad solcher Anlagen entsprechend hoch. Lohnenswert, wo über das ganze Jahr ein gleich bleibender Wärmebedarf besteht, wie beispielsweise in Schwimmbädern und Krankenhäusern

Brennstoffzelle

Aggregat, in dem – mit hohem Wirkungsgrad und daher geringerem CO2-Ausstoß – aus chemischer Energie (in Form von Erdgas, Methanol, Benzin usw.) Strom und Wärme erzeugt wird. Die direkte Umwandlung in elektrische Energie und Wärme erfolgt in einer kontrollierten Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff; als Endprodukt entsteht im Wesentlichen Wasserdampf, der im Unterschied zu anderen Abgasen kein Kohlendioxid enthält und somit nicht zum Treibhauseffekt beiträgt

Brennwert (Ho)

Wärmemenge bei vollständiger Verbrennung eines Brennstoffs unter Ausnutzung der Verdampfungswärme, früher oberer Heizwert

Brennwertheizung

Richtungsweisende Entwicklung in der Heizungstechnik. Während bei größeren Häusern üblicherweise Brennwertkessel installiert werden, genügt bei Ein- bzw. Zweifamilienhäusern der Einbau einer kleineren, an der Wand hängenden Anlage – der so genannten Brennwerttherme. Beide Versionen können zusätzlich nutzbare Wärme abgeben, indem sie den im Abgas befindlichen Wasserdampf kondensieren. Brennwertgeräte übernehmen wie herkömmliche Heizkessel die zentrale Beheizung von Wohnungen sowie die Warmwasserbereitung. Um die im Abgas vorhandene Kondensationswärme nutzen zu können, ist eine niedrige Rücklauftemperatur aus dem Heizungssystem erforderlich. Je niedriger die Rücklauftemperatur ist, desto mehr Wasserdampf kann aus den Verbrennungsgasen freigesetzt werden. Deshalb erreichen Brennwertkessel ihren höchsten Wirkungsgrad in Verbindung mit Niedertemperatur-Heizflächen – wie beispielsweise der Fußbodenheizung – sowie in der Übergangszeit

C

 

Contracting

Dienstleistungskonzept, das die Effizienz bei der Energieerzeugung, -umwandlung und -nutzung in allen Verbrauchsbereichen verbessern soll. Ein außen stehender Investor (Contractor) übernimmt je nach Vertragsumfang Planung, Finanzierung, Bauausführung sowie den laufenden Betrieb des Investitionsprojekts (z.B. Errichtung eines Blockheizkraftwerks). Contracting-Lösungen werden beispielsweise von Heizanlagenherstellern, Dienstleistern der Energietechnik, großen Handwerks- und örtlichen Energieversorgungsunternehmen oder auch Energieagenturen angeboten

 

Begriff

Erklärung

D

 

Dachaufsatzlüftung

besondere Form der Schachtlüftung unter Ausnutzung des thermischen Auftriebs

Dampfbremse

Stoff mit einer diffusionsäquivalenten Luftschichtdicke zwischen 10 m und 100 m

Dampfdiffusion

selbsttätiges Vermischen eines Gases mit einem anderen Stoff bei unterschiedlichem Dampfteildruckgefälle (entspricht meist auch einem Temperaturgefälle); im Bauwesen insbesondere Bedeutung der Diffusion von Wasserdampf (Tauwasserschutz) oder von Kohlendioxid und Schwefeldioxid (Betonschutz)

Dampfsperre

Die Dampfsperre verhindert, dass sich hinter einer Innendämmung Tauwasser sammelt; bei einer Dachdämmung erhöht sie gleichzeitig die Winddichtigkeit. Die Dampfsperre wird zwischen Dämmstoff und Innenputz bzw. -verkleidung angebracht. Die Feuchtigkeit der Raumluft kann so nicht mehr das Dämmmaterial erreichen. Die Dampfsperre besteht üblicherweise aus Aluminium oder Polyethylen (PE); bei so genannten Innendämmungs-Verbundplatten ist sie meist integriert; diffusionsäquivalente Luftschichtdicke > 100 m (praktisch dampfdicht)

Deckenheizung

Flächenheizung an der Deckenfläche eines Raums, die diesen direkt oder indirekt mit Wärmestrahlung oder Wärmekonvektion beheizt

Deponiegas

Mischgas, das durch den Abbau organischer Substanzen auf Deponien entsteht; erneuerbare Energien

Diffusionsäquivalente Luftschichtdicke (sd)

Produkt aus Diffusionswiderstandszahl und der Dicke des Bauteils; gibt die Dicke einer bezüglich der Diffusion gleichwertigen Luftschicht an

Diffuse Strahlung

Solarstrahlung, die uns aus allen Richtungen – nach Streuung des Sonnenlichts an Wolken, Nebel, Bergen, Gebäuden etc. – erreicht

Direkte Strahlung

Solarstrahlung, die direkt von der Sonne auf den Kollektor trifft. Sie ist intensiver als die diffuse Strahlung; übers Jahr trifft jedoch etwa gleich viel diffuse wie direkte Strahlung auf den Kollektor

Durchführungsverordnung

Verschiedene Bundesländer fordern auf Baustellen, dass die ausgeführte Situation mit den rechnerischen Annahmen zumindest stichprobenartig verglichen und überprüft werden muss, also ob die Anforderungen des Verordnungsgebers erfüllt sind

E

 

Einstrahlungsgewinne

solare Wärmegewinne über Außenfenster und andere transparente Bauteile

Emission

Zu den Emissionen zählen sowohl die von einer Anlage, einem Gebäude, einer Fabrik oder einem Verkehrsmittel in die Umwelt abgegebenen gasförmigen, flüssigen und festen Schadstoffe wie auch die Abgabe von Wärme, Strahlung, Geräuschen u.Ä. Die Einwirkung von Emissionen wird als Immission bezeichnet

Emissionsgrenzwerte

Emissionsgrenzwerte sind Höchstwerte für die rechtlich zulässige Schadstoffabgabe an die Umwelt

Endenergiebedarf

Energiemenge, die zur Deckung des Jahres-Heizwärmebedarfs und des Trinkwasserwärmebedarfs (Bedarf und Aufwand der Anlagentechnik) benötigt wird, ermittelt an der Systemgrenze des betrachteten Gebäudes

Energie

Energie ist die Fähigkeit oder Möglichkeit eines Systems, Arbeit zu verrichten. Gemessen wird Energie in der Einheit Joule (J) als Produkt von Zeit und Leistung. Ein Joule entspricht einer Wattsekunde (Ws). Physikalisch unterscheidet man unterschiedliche Arten und Formen (Energieformen):

  • mechanische Energie (Bewegungs- oder kinetische Energie, potenzielle Energie der Lage)
  • Wärmeenergie (thermische Energie)
  • chemische Energie
  • elektrische Energie
  • Strahlungsenergie
  • Kernenergie und Fusionsenergie

Nach der Reihenfolge ihres Einsatzes lässt sich Energie in vier Stufen einteilen:

Primärenergieträger kommen in der Natur direkt vor, wie Stein- und Braunkohle, Erdöl oder Erdgas sowie erneuerbare Energiequellen. In den meisten Fällen muss diese Primärenergie in Kraftwerken, Raffinerien etc. in Sekundärenergie umgewandelt werden (Koks, Briketts, Strom, Fernwärme, Heizöl oder Benzin)

Die Energie am Ort des Verbrauchs ist die Endenergie, die in Nutzenergie umgewandelt wird – in Heiz- und Prozesswärme, Licht sowie mechanische Energie (Energiedienstleistung)

Energiebedarf

Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen, abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab

Energiebedarfsausweis

Ergebnis der energiespezifischen Kennwerte wie Jahres-Heizenergiebedarf, Jahres-Heizwärmebedarf, Jahres-Primärenergiebedarf; tritt bei Gebäuden mit normalen Innentemperaturen nach der EnEV anstelle des Wärmebedarfsausweises

Energieverbrauchszahl

Witterungsbereinigte Energieverbräuche für Raumheizung in KWh/(m²a). Für die Witterungsbereinigung ist das in VDI 3807 angegebene Verfahren unter Berücksichtigung der Klimazonen nach DIN 4710 anzuwenden. Als Vergleichsmaßstab für Energieverbrauchszahlen werden im Bundesanzeiger durchschnittliche Energieverbrauchszahlen und deren Bandbreiten, die den topographischen Unterschieden in den einzelnen Klimazonen Rechnung tragen, und die für die Witterungsbereinigung erforderlichen Daten bekannt gemacht

Energiekennwert

Jahres-Heizwärmebedarf bezogen auf Gebäudenutzfläche

Energiereserven

Die in der Erde lagernden Vorräte an fossilen Brennstoffen (fossile Energieträger), die nachgewiesen, sicher verfügbar und mit heutiger Technik wirtschaftlich gewinnbar sind. Gleich bleibenden Energiebedarf und gleich bleibende Nutzung unterstellt, reichen die derzeit bekannten Weltenergiereserven an Erdöl und Erdgas 43 bzw. 66 Jahre und bei Kohle circa 170 Jahre

Energieressourcen

im Unterschied zu Energiereserven nachgewiesene und vermutete Vorräte von Energieträgern (so genannte Energieressourcen), die jedoch derzeit aus technischen und/oder wirtschaftlichen Gründen noch nicht gewinnbar sind

Energiespar-Contracting (auch Performance-Contracting)

Eine Form des Contracting, bei der die eingesparten Energiekosten Grundlage für die Finanzierung der Investitionen des Contractors sind. Besonders geeignet für energieintensive Unternehmen und Betriebe, aber auch im Gebäudebereich, wenn ein hoher Nachholbedarf bei der energetischen Sanierung besteht

Erdhügelhaus

unkonventionelles Gebäude mit Tonnendach, das mindestens von zwei Seiten mit Mutterboden angefüllt und überdeckt wird

Erdwärme

Geothermie (siehe auch Dokument: Erneuerbare Energien)

Erneuerbare Energien

Erneuerbare (regenerative oder alternative) Energien sind Energieträger/-quellen, die sich ständig erneuern bzw. nachwachsen und somit nach menschlichem Ermessen unerschöpflich sind. Hierzu zählen: Sonnenenergie (mit den indirekten Formen Biomasse, Wasserkraft, Windenergie, Umgebungswärme etc.) sowie Erdwärme (Geothermie) und Gezeitenenergie

(siehe auch Dokument: Erneuerbare Energien)

Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG)

Das „Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien“ regelt die Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien. Es sieht fixe Vergütungen vor, die von 7,67 Cent pro Kilowattstunde (kWh) für Strom aus Wasserkraft bis zu 50,62 Cent pro kWh für Solarstrom reichen. Das EEG soll dazu beitragen, den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch bis zum Jahr 2010 mindestens zu verdoppeln

F

 

Fachunternehmererklärung

Erklärung eines Fachunternehmers über die Einhaltung der Anforderungen der Heizungsanlagenverordnung beim Einbau oder bei der baulichen Veränderung eines Heizkessels

Fassadenheizung

Beheizung groß angelegter und hoher Glasaußenbauteile von Gebäuden mittels selbstregelnder Heizbänder in den Fassadenprofilen

Fernwärmeversorgung

Versorgung mit Wärmeenergie zur Raumheizung und Warmwasserbereitung, meist über größere Strecken in ein weit verzweigtes Rohrleitungssystem aus einem zentralen Wärmeerzeuger

Feuerungsanlage

bauordnungsrechtlicher Begriff für heizungstechnische Anlage, bestehend aus Feuerstätte, Verbindungsstück und Schornstein

Feuerwiderstand

Brandverhalten der Baustoffe (DIN 4102); brennbar (schwer, normal, leicht entflammbar), nicht brennbar; Einteilung in Feuerwiderstandsklassen 30, 60, 90; Bezeichnung F, G, L, T abhängig vom Bauteil wie Wand, Glas, Leitung, Tür

Flüssiggasbehälter

unterirdischer oder oberirdischer Lagerbehälter für Flüssiggas nach DIN 51622; bei nicht vorhandener öffentlicher Erdgasversorgung

Fossile Energieträger

Erdöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle; sie entstanden vor Jahrmillionen bei der Zersetzung abgestorbener Pflanzen und Tiere unter Sauerstoffabschluss, hohen Temperaturen sowie unter dem Druck darüber liegender Gesteinsschichten. Grenzen für die Nutzung fossiler Energieträger ergeben sich – je nach Technologieeinsatz und Entwicklung des technischen Fortschritts – aus den unterschiedlichen Ressourcenverfügbarkeiten sowie aus deren Umwelt- und Klimaverträglichkeit. Bei der Verbrennung bzw. Umwandlung der fossilen Brennstoffe wird Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, das wesentlich zur Klimabelastung beiträgt

Freie Lüftung

Lüftung infolge bauphysikalischer Dichteunterschiede der Luft ohne menschliches Zutun, wie beispielsweise Fugenlüftung

Fugenabdichtung

Abdichtung der Fugen zwischen unterschiedlichen Bauteilen

Fugendurchlässigkeit

durch Luftdruckdifferenz verursachter Luftaustausch von Fensterfugen

Fugendurchlasskoeffizient (a)

Maß für den Luftaustausch je Zeiteinheit über Fugen eines Bauteils (insbesondere Fenster, Türen) in Abhängigkeit der Länge der Fuge und der vorhandenen Luftdruckdifferenz

 

 

Begriff

Erklärung

G

 

g-Wert

Kennwert für den Gesamtenergiedurchlassgrad der Sonnenstrahlung sowohl für kurzwellige als auch für langwellige Strahlung durch eine transparente Fläche (Verglasung). Hierzu zählen auch sekundäre Wärmegewinne durch das Aufheizen der Scheiben infolge Strahlungsabsorption. Der g-Wert einer massiven Wand ist null

Gebäudenutzfläche (AN)

Kenngröße zur Ermittlung des Jahres-Heizwärmebedarfs und des Energiekennwerts eines Gebäudes; Alternative zum Bauwerksvolumen bei Raumhöhen ≤ 2,60 m

Gemischt genutzte Gebäude

Gebäude, die zum Teil als Gebäude mit normalen und zum Teil als Gebäude mit niedrigen Innentemperaturen nach der Wärmeschutzverordnung einzustufen sind

Geothermie (Erdwärme)

Nutzung der im Erdinnern entstehenden und gespeicherten Wärmeenergie als Energiequelle. Anlagen zur Nutzung der Erdwärme lohnen sich vor allem in Gegenden mit besonders günstigen geologischen Voraussetzungen, wie z.B. heißen Tiefenwässern. Bei den geothermischen Vorkommen in Deutschland handelt es sich um Thermalwasser mit Temperaturen zwischen 40 und 100 °C, das aus tief liegenden Erdschichten (1.000 bis 1.500 m) entnommen wird. Grundsätzlich kann das heiße Wasser zu Heizzwecken – je nach Wasserqualität auch direkt für Bäder und Gewächshäuser – sowie der Dampf bei ausreichend hohen Temperaturen zur Stromerzeugung eingesetzt werden

Gerät

der mit einem Brenner auszurüstende Kessel oder der zur Ausrüstung eines Kessels bestimmte Brenner

Gesamtenergiedurchlassgrad

Verhältnis zwischen der in einen Innenraum gelangenden Strahlungsenergie und der auftreffenden Strahlung (Gesamtstrahlung). Die in den Innenraum gelangende Strahlungsenergie setzt sich aus dem transmittierenden Anteil der Strahlung und dem von der inneren Scheibe absorbierten nach innen abgegebenen Anteil zusammen (sekundäre Wärmeabgabe). Bestimmung bei senkrechtem Strahlungseinfall

Geschossdecke

Decke, die Geschosse nach unten und oben abgrenzt

Globalstrahlung

Die Globalstrahlung setzt sich aus direkter und indirekter (diffuser) Sonnenstrahlung zusammen

Gradtagzahl

Die Gradtagzahl (Gt) stellt den Zusammenhang dar zwischen der Außenlufttemperatur zur gewünschten Raumtemperatur. Ist es draußen kalt, innen aber warm, dann erreicht die Gradtagzahl hohe Werte. Wenn es draußen fast so warm ist wie drinnen, dann ist die Gradtagzahl niedrig

H

 

Hausstation

Funktionsraum bei Fernwärmeversorgung

Heizenergieverbrauch

Der Heizenergieverbrauch ist der Energieverbrauch eines Heizsystems unter Berücksichtigung aller Verluste zur Bereitstellung (Verbrauch)

Heizgradtagzahl

Produkt aus allen Heiztagen eines definierten Zeitabschnitts, multipliziert mit der Differenz zwischen 20 °C Raumlufttemperatur und der mittleren Außenlufttemperatur; auch als Gradtagzahl (Gt) bezeichnet

Heizgrenztemperatur

Außenlufttemperatur, ab der ein Gebäude bei einer vorgegebenen Raumlufttemperatur nicht mehr beheizt werden muss

Heizkessel

Feuerungseinrichtung (Wärmeerzeuger, Feuerstätte) für feste, flüssige oder gasförmige Brennstoffe; Standardkessel, NT-Kessel, Brennwertkessel

Heizkreis

Unterteilung größerer Heizungsnetze eines Gebäudes in Heizkreise; eigener Vorlauf ab Heizungsverteiler, Rücklauf zum Rücklaufsammler

Heizlast

auf den Wärmebedarf eines Gebäudes abgestimmte Nennwärmeleistung

Heizperiode

Zeit der Beheizung eines Gebäudes, so lange die mittleren Außentemperaturen kleiner als die Heizgrenztemperaturen sind; abhängig von meteorologischen Größen und von den thermischen Gebäudeeigenschaften

Heizraum

Funktionsraum, der der Aufstellung einer Heizungsanlage mit in der Regel mehr als 50 kW dient

Heizwärmebedarf

in Abhängigkeit vom Wetter und den Nutzungsbedingungen des Gebäudes vom Heizsystem abzugebende Wärme, die sich aus den Transmissions- und Lüftungswärmeverlusten und den inneren Wärme- und Solargewinnen ergibt (Bedarf)

Heizwert (Hu)

Wärmemenge bei Verbrennung eines Brennstoffs ohne Ausnutzung der Verdampfungswärme

Heizzahl (ξ)

Verhältnis zwischen Nutzwärme und Primärenergieverbrauch einer Wärmepumpe

Hilfsenergie

Energie (Strom), die nicht zur unmittelbaren Deckung des Heizenergiebedarfs bzw. der Trinkwassererwärmung eingesetzt wird, z.B. Energie für den Antrieb von Systemkomponenten, Umwälzpumpen, Regelungen etc., sowie Energie für die Rohrbegleitheizung bei der Trinkwassererwärmung

Hüllfläche

in Bezug auf den Wärmeschutz Summe der wärmeübertragenden Umfassungsfläche eines Gebäudes (Außenwände, Fenster, an Außenluft grenzende Decken und Dächer, an Erdreich grenzende Fußböden und Wände beheizter Räume, an unbeheizte Räume grenzende Bauteile wie Kellerdecken oder Decken gegen unbeheizten Dachraum)

I

 

Immission

Einwirkung von Emissionen (Luftverschmutzungen, Geräuschen usw.) auf Boden, Wasser, Menschen, Tiere, Pflanzen oder Sachgüter. Messgröße ist z.B. die jeweilige Konzentration eines Schadstoffes pro m² Fläche oder pro m³ Luft

Innentemperatur

empfundene Temperatur im Innern eines Gebäudes, die der Ermittlung des Heizwärmebedarfs zugrunde gelegt wird; auch Raumtemperatur genannt

Instandsetzung

Reparaturarbeiten an Gebäuden, Gebäudeteilen, haustechnischen Anlagen und Feuerungsanlagen; Erhaltung der Identität und des Werts eines Gebäudes

Interne Wärmegewinne

nutzbare Wärmegewinne, die bei bestimmungsgemäßer Nutzung eines Gebäudes auftreten; Prozesswärme, Menschenmenge

Isolierverglasung

Verglasungseinheit, die aus zwei über einen Randverbund verbundenen und nach außen gasdicht abgeschlossenen Scheiben besteht; im Scheibenzwischenraum entfeuchtete Luft oder Edelgas

J

 

Jahres-Heizenergiebedarf

Energiemenge, die nach den Berechnungsgrundlagen der Energieeinsparverordnung dem Gebäude zum Zweck der Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung jährlich zugeführt werden muss

Jahres-Heizwärmebedarf

Wärmemenge, die von der heizungstechnischen Anlage unter vorgegebenen Randbedingungen jährlich zur Beheizung des Gebäudes bereitzustellen ist

Jahres-Primärenergiebedarf

jährliche Energiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffs und der Hilfsenergien für die Anlagentechnik mithilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist

Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2-Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudebeheizung mit einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der Energieeinsparverordnung

Joule (J)

internationale Maßeinheit für Energie; ersetzt die früher geläufige Einheit Kilokalorie (kcal); Umrechnung: 1 kJ = 0,239 kcal

 

 

Begriff

Erklärung

K

 

Kaltdach

belüftetes Dach mit Belüftungshohlraum zwischen Deckenkonstruktion mit Wärmedämmung und Dacheindeckung

Kesselleistung

Wärmebedarf des Gebäudes; Summe aller Wärmeverluste abzgl. der Wärmegewinne (interne Wärmegewinne und solare Wärmegewinne)

Klärgas

Mischgas, das bei der Zersetzung der im Abwasser enthaltenen organischen Substanzen entsteht

Klima-Rahmenkonvention

Ein wichtiger Bestandteil der Klimaschutzpolitik ist die Klima-Rahmenkonvention, die im Sommer 1992 in Rio de Janeiro von mehr als 150 Staaten gezeichnet wurde und im März 1994 in Kraft trat. Ziel der Konvention ist eine Stabilisierung der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre.

Auf der 3. Vertragsstaatenkonferenz zur Klima-Rahmenkonvention wurde Ende 1997 das Kyoto-Protokoll verabschiedet, in welchem erstmals rechtsverbindliche Begrenzungs- und Reduktionsverpflichtungen für die Industrieländer festgelegt wurden. Demnach sind die Industrieländer insgesamt dazu verpflichtet, die Emissionen der im Protokoll festgelegten sechs Treibhausgase um mindestens fünf Prozent bis zum Zeitraum 2008–2012 gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren. Die Europäische Gemeinschaft hat sich in Kyoto eine Minderung von 8 % zum Ziel gesetzt; im Rahmen der EU-internen Lastenteilung ist Deutschland zur Senkung der sechs Kyoto-Gase um 21 % verpflichtet

Auf der 4. Vertragsstaatenkonferenz in Buenos Aires im November 1998 wurde des Weiteren ein Arbeitsplan für konkrete Maßnahmen zur Komplettierung des Kyoto-Protokolls erstellt (u.a. Regelwerke für den Handel mit Emissionszertifikaten). Auf nationaler Ebene strebt Deutschland an, bis 2005 die Emissionen von Kohlendioxid gegenüber 1990 um 25 % zu minimieren

Kohlendioxid

Das Gas Kohlendioxid (CO2) ist ein Verbrennungsprodukt aller kohlenstoffhaltigen Brennstoffe, insbesondere der fossilen Energieträger Erdgas, Erdöl und Kohle. Kohlendioxid ist Hauptverursacher des Treibhauseffekts (siehe auch Treibhauseffekt)

Kompakthaus

Gebäude in einfacher, quadratischer oder rechteckiger Bauform ohne Vor- und Rücksprünge und Dachaufbauten; günstiges Verhältnis zwischen der wärmeübertragenden Umfassungsfläche zum beheizten Bauwerksvolumen

Kondensat

Wassergehalt der Luft bei einer relativen Luftfeuchte von mehr als 100 %; Tau- und Schwitzwasser

Kontrollierte Wohnungslüftung

Luftaustausch zwischen der (durch Feuchte und Schadstoffe belasteten) Raumluft und der Außenluft über eine mechanische Lüftung; dezentrale (raumweise) oder zentrale Anlage sowie ohne oder mit Wärmerückgewinnung möglich

Konvektion

Transport von Wärmeenergie in Flüssigkeiten und Gasen durch Teilchentransport

Kraft-Wärme-Kopplung

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) werden elektrische Energie und Wärme in einem gemeinsamen Prozess erzeugt. Mit der KWK wird beispielsweise in einem Blockheizkraftwerk ein höherer thermischer Wirkungsgrad erreicht als bei der ausschließlichen Stromerzeugung

Kühllast

Wärmestrom, der aus einem Raum abgeführt werden muss, um einen angestrebten Raumluftzustand aufrechtzuerhalten

Kulturdenkmal

Gebäude mit historischer Bausubstanz; Unterhaltungs- und Erhaltungspflicht; Ausnahmen bei Anforderungen des baulichen Wärmeschutzes

k-Wert

U-Wert

L

 

Legionellen

Sind Bakterien, die bei unsachgemäß geplanten oder installierten Warmwassersystemen das Trinkwasser verunreinigen können. Eine Gefährdung durch Legionellen geht von einer fachgerecht installierten Solarwärmeanlage nicht aus

Leistungszahl (ε)

Verhältnis zwischen Nutzwärme und Energieverbrauch einer Wärmepumpe

Lichttransmissionsgrad

Verhältnis zwischen der in einem Innenraum gelangenden Strahlungsenergie zu der auftreffenden Strahlung im Bereich des sichtbaren Lichts (Wellenlänge 380 nm bis 780 nm)

Luftbefeuchtungsanlage

raumlufttechnische Anlage zur Erhöhung des Feuchtegehalts der Luft

Luftentfeuchtungsanlage

raumlufttechnische Anlage zur Verringerung des Feuchtegehalts der Luft

Luftheizanlage

raumlufttechnische Anlage zur Deckung des Wärmebedarfs eines Raums

Luftkühlanlage

raumlufttechnische Anlage zur Kühlung der Raumluft

Lüftungswärmebedarf

der durch Erwärmung der gegen kalte Außenluft ausgetauschten Raumluft verursachte Anteil des Jahres-Heizwärmebedarfs

Lüftungswärmeverlust

Wärmeverlust, der durch den Luftaustausch zwischen Raum- und Außenluft über geöffnete Fenster, Bauteil- und Gebäudefugen entsteht

Luftvolumen

Neben der Luftwechselzahl (β) maßgebliche Kenngröße zur Ermittlung des Lüftungswärmebedarfs eines Gebäudes

Luftwechsel

Der Luftwechsel „n“ gibt an, wie oft das vorhandene Luftvolumen eines Raums in der Stunde ausgetauscht wird. Ohne weitere Spezifizierung wird hiermit im Allgemeinen der Außenluftwechsel bezeichnet

M

 

Mindestluftrate

der auf eine Fläche oder eine Personenzahl bezogene Außenluftstrom; Kenngröße zur Auslegung raumlufttechnischer Anlagen

Mindestluftwechsel

minimaler Wert für den Quotient aus dem stündlichen Luftvolumenstrom zwischen Außen- und Raumluft und dem Raumvolumen, der zur Sicherstellung einer hygienisch ausreichenden Raumluftqualität erforderlich ist

Mindestwärmeschutz

bauliche Wärmedämmung nach DIN 4108 (Wärmeschutz im Hochbau); deutlich niedrigeres Anforderungsniveau gegenüber der Wärmeschutzverordnung

Modernisierung

wertschaffende Instandsetzung oder Sanierung eines vorhandenen Gebäudes; neue Identität

Monatsbilanzverfahren

Verfahren zur Bestimmung des Heizwärmebedarfs für neu zu errichtende Wohngebäude. Es können gegenüber dem vereinfachten Verfahren folgende Randbedingungen genauer bilanziert werden: Über den Zeitraum eines Monats werden Gesamtbilanzen der Gewinne und Verluste gebildet. Für jeden Monat wird aus dem Gewinn-Verlust-Verhältnis ein Ausnutzungsgrad der Gewinne ermittelt und daraus der monatliche Heizwärmebedarf berechnet. Die positiven Heizwärmebedarfswerte werden dann über ein Jahr addiert und man erhält den Jahres-Heizwärmebedarf

(siehe auch: Download-Dokument - Berechnungsverfahren für Wohngebäude)

 

 

Begriff

Erklärung

N

 

Nachrüstungsverpflichtung

Eigentümer von Gebäuden mit normalen Innentemperaturen müssen nicht begehbare, aber zugängliche, oberste Geschossdecken beheizter Räume bis zum 31.12.2006 so dämmen, dass der Wärmedurchgangskoeffizient U = 0,3 W/(m²K) nicht überschritten wird

Eigentümer von Gebäuden müssen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 01.10.1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind, bis zum 31.12.2006 außer Betrieb nehmen. Anlagen nach diesen Kriterien, die aber trotzdem die Abgasverlustgrenzen nicht überschreiten oder deren Brenner nach dem 01.11.1996 erneuert worden sind, müssen bis zum 31.12.2008 außer Betrieb genommen werden. Beide Sätze gelten nicht für Anlagen, wenn es sich um Niedertemperatur- oder Brennwertkessel handelt und bei Anlagen mit weniger als 4 kW oder mehr als 400 kW.

Eigentümer von Gebäuden müssen bei heizungstechnischen Anlagen ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen, die sich nicht in beheizten Räumen befinden, bis zum 31.12.2006 zur Begrenzung der Wärmeabgabe dämmen

Nachtauskühlung

Die freie Nachtauskühlung beschreibt ein Lüftungskonzept, welches die nächtliche kühle Außenluft in den Sommermonaten dazu nutzt, Bauteile mit großer Wärmespeicherfähigkeit auszukühlen, um sie am Tag als „Wärmepuffer“ nutzen zu können (Night-Flushing)

Nahwärmeversorgung

Im Gegensatz zur Fernwärmeversorgung befindet sich bei der Nahwärmeversorgung der Wärmeerzeuger im Versorgungsgebiet

Natürliche Lüftung

Luftbewegungen im Gebäude, die nicht mechanisch erzeugt werden

Nennleistung

die vom Hersteller festgelegte und im Dauerbetrieb unter Beachtung des vom Hersteller angegebenen Wirkungsgrads als einhaltbar garantierte größte Wärmeleistung des Heizkessels in kW

Niedertemperatur-Heizflächen

Niedertemperatur-Heizflächen arbeiten mit Vorlauftemperaturen unter 55 °C. Durch das niedrigere Temperaturniveau treten bei der Verteilung der Wärme geringere Wärmeverluste auf. Um trotz der niedrigeren Vorlauftemperaturen die Wohnungen ausreichend wärmen zu können, müssen großflächige Heizkörper, Fußboden- oder Wandheizungen verwendet werden. Große Heizflächen sorgen zudem für ein angenehmeres Raumklima. Brennwertkessel (Brennwertheizung) erzielen mit Niedertemperatur-Heizflächen hohe Wirkungsgrade

Niedertemperatur-Kessel

Wärmeerzeuger, der kontinuierlich mit einer Eintrittstemperatur von 35 °C bis 40 °C betrieben werden und in dem es unter bestimmten Umständen zur Kondensation kommen kann; minimaler Wirkungsgrad bei Teillast und Nennleistung, abhängig von der Nennleistung festgelegt

Niedrigenergiehaus

Niedrigenergie-Einfamilienhäuser haben einen Jahres-Heizwärmebedarf, der mindestens 25 % unter den Anforderungen der geltenden Wärmeschutzverordnung liegt. Gute Wärmedämmung von Außenwänden, Fenstern, Dächern, Kellerwänden und Kellerdecken; Optimierung des Verhältnisses Außenfläche/Nutzvolumen, optimierte Heizungsanlagen, energiesparende Warmwasserbereitung und Vermeidung unnötigen Stromverbrauchs

Nutzenergie

Nutzenergie ist die Energie, die nach der letzen Umsetzung in den Geräten des Verbrauchers zur Verfügung steht: zum Beispiel Raumwärme, die Vorwärtsbewegung des Autos oder die Arbeitsleistung eines Staubsaugers. Durchschnittlich wird aufgrund der hohen Umwandlungs- und Verteilungsverluste nur rund ein Drittel der tatsächlich eingesetzten Primärenergie genutzt

Nutzfläche

vom Bezugsvolumen abgeleitete Grundfläche eines Gebäudes; Bezugsfläche

Nutzungsänderung

Änderung der Nutzung von Gebäuden und Räumen mit neuer, subjektiver Zweckbestimmung

Nutzungsgrad

Im Gegensatz zum Wirkungsgrad wird beim Nutzungsgrad das Verhältnis von gewonnener zu aufgewendeter Energie über einen bestimmten Zeitraum (z.B. ein Jahr) betrachtet

O

 

Orientierung

Kenngröße zur Ermittlung der solaren Wärmegewinne; Ausrichtung der Fensterflächen in Bezug auf die Himmelsrichtungen

P

 

Passive Sonnenenergienutzung

Nutzung der Sonnenenergie, wenn keine technischen Umwandlungsprozesse erforderlich sind. Ein Haus nutzt durch Fenster bzw. Wintergarten die Sonnenenergie passiv. → Aktive Sonnenenergienutzung

Passivhaus

Wärmebedarf ist so weit verringert, dass die Energiebeiträge aus der eingestrahlten Sonnenenergie, der Eigenwärme der Personen im Haus sowie der Wärmeabgabe von Geräten – in Verbindung mit einer hocheffizienten Wärmerückgewinnung durch ein Lüftungssystem – ausreichen, um das Gebäude warm zu halten. Voraussetzung hierfür sind u.a. eine qualitativ hochwertige Gebäudehülle sowie Gebäudetechnik. Der verbleibende geringfügige Heizwärmebedarf kann beispielsweise durch gespeicherte Sonnenwärme gedeckt werden. Konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses

Perimeterdämmung

Wärmedämmstoff erdreichberührender Gebäudeflächen, außer unter Gebäudegründungen

Photovoltaik (PV)

Unmittelbare Umwandlung von Sonnenstrahlung in elektrische Energie mithilfe von Solarzellen. Durch absorbiertes Licht werden in diesen Solarzellen, die zumeist aus dem Halbleitermaterial Silizium bestehen, freie Ladungen erzeugt; diese bewirken an der Zelle eine elektrische Spannung, sodass Gleichstrom durch ein angeschlossenes Gerät fließt

(siehe auch Dokument: Photovoltaik)

Primärenergie

Rechnerisch nutzbarer Energiegehalt all jener Energieträger, die in der Natur vorkommen und noch keiner Umwandlung unterworfen sind. Hierzu zählen fossile Energieträger wie Stein- und Braunkohle, Erdöl und Erdgas und erneuerbare Energien (Sonnenenergie, Windkraft, Wasserkraft, Erdwärme und Gezeitenenergie). In Deutschland ist Mineralöl mit 39 % der wichtigste Energieträger – gefolgt von Gas (21 %) und Steinkohle (13 %). Die erneuerbaren Energieträger decken rund 2 % des Primärenergieverbrauchs

Primärenergiefaktor

Die Primärenergiefaktoren für die Endenergiebereitstellung enthalten sämtliche Faktoren der Primärenergieerzeugung mit den Vorketten für die Förderung, Aufbereitung, Umwandlung, den Transport und die Verteilung der betrachteten Energieträger. Die DIN V 4701-10 gibt Werte für Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Braun- und Steinkohle sowie Holz an. Weiterhin können Systeme der Nah- und Fernwärme und Strom bewertet werden. Für ein konkretes Versorgungsgebiet kann der Primärenergiefaktor auch anhand von Formeln bestimmt werden

Prozesswärme

bei einem Produktionsprozess als Nebenprodukt anfallende Abwärme

Q

 

Querlüftung

vertikal-diagonale Anordnung der Zuluftöffnung und Abluftöffnung im Raum

Querschnittsverminderung

Verengung des Querschnitts eines vorhandenen Schornsteins wegen Umstellung des Wärmeerzeugers auf einen anderen Heizenergieträger, etwa Erdgas

 

 

Begriff

Erklärung

R

 

Rauch- und Wärmeabzugsanlage

raumlufttechnische Anlage, die dem Entzug von Rauch und Wärme im Brandfall dient

Raumlufttechnische Anlage

Gesamtheit der Einrichtungen, die der mechanischen Förderung und der thermodynamischen Behandlung der Raumluft dienen

Raumtemperatur / Raumklima

Reduzierung der Raumtemperatur z.B. von 23 °C auf 20 °C kann eine Energieeinsparung um bis zu 18 % Energie ermöglichen

Raumverbund

zusammenhängend angeordnete Raumverteilung; beheizter Raum

Reflexion

von einem Körper reflektierte (zurückgeworfene) Strahlung; Reflexionsgrad: Verhältnis der reflektierten Strahlung zur auftreffenden Strahlung

Regeln der Technik

technische Regeln für Entwurf und Ausführung, die in der Praxis als richtig und bewährt anerkannt sind; DIN-Normen, VDI-Regelwerke

Regelungstechnik

Anpassung der Leistung eines Heizkessels an den tatsächlichen Energiebedarf abhängig von Sonneneinstrahlung und interner Wärme

Regenerative Energien

Erneuerbare Energien (siehe auch Dokument: Erneuerbare Energien)

S

 

Schwimmender Estrich

Estrich auf einer Dämmschicht, der auf seiner Unterlage beweglich ist und keine unmittelbare Verbindung zu angrenzenden Bauteilen (z.B. zu Wänden, Verwendung von Randdämmstreifen) aufweist; u.a. Anforderungen an die dynamische Steifigkeit der Dämmschicht einzuhalten (Trittschallschutz)

Sekundärenergie

Die Energie, die als Ergebnis eines Umwandlungsprozesses und unter Energieverlust aus der Primärenergie gewonnen wird. Sekundärenergie gibt es entweder in Form leitungsgebundener Energie wie Strom, Fernwärme und Stadtgas oder in Form von Veredelungsprodukten wie Benzin, Heizöl, Koks, Briketts oder auch Wasserstoff

Solaranlage

Einrichtungen, die die Sonnenstrahlung nutzen; sie setzen sich aus Solarmodulen, die ihrerseits wiederum aus mehreren Solarzellen bestehen, zusammen. Man unterscheidet folgende Systeme: Sonnenkollektor, Absorber (Wärme), Solarzellen (Strom) und solarthermische Kraftwerke (Strom/Wärme)

Solare Wärmegewinne

durch Sonnenstrahlung nutzbare Wärmegewinne; neben internen Wärmegewinnen Kenngröße zur Ermittlung des Jahres-Heizwärmebedarfs

(siehe auch Dokument: Solare Wärmegewinne)

Solarer Deckungsgrad

Der solare Deckungsgrad gibt – zum Beispiel bei einer Hausversorgung – den Anteil der benötigten Energie an, der durch Solarenergie gedeckt wird

Solarhaus

massives, wärmegedämmtes und temperaturspeicherfähiges Kernhaus, kombiniert mit einem vorgelagerten Glasbaukörper; Solarthermie

Solarspeicher

Der Solarspeicher ist ein einige 100 Liter fassender Behälter zur Speicherung von warmem Wasser. Da die Sonnenenergie meist nicht sofort verbraucht werden kann, ist der Einsatz eines Solarspeichers unumgängliche. Die im Speicher von Standard-Brauchwasseranlagen gespeicherte Wärme deckt üblicherweise den Bedarf von mehreren Tagen. Der Solarspeicher muss in unseren Breiten neben dem Kollektoranschluss den Anschluss einer Nachheizung ermöglichen. Gute Solarspeicher zeichnen sich durch Korrosionsbeständigkeit, geringe Wärmeverluste und eine gute Temperaturschichtung aus (siehe auch Temperaturschichtung im Solarspeicher)

Solarthermie

Sonnenenergie wird zur Brauchwassererwärmung und/oder Heizungsunterstützung beziehungsweise zur Strom- oder Prozesswärmeerzeugung genutzt (Sonnenkollektor, solarthermische Kraftwerke)

Solarthermische Kraftwerke

Sonnenwärme wird in elektrische Energie und/oder Prozesswärme umgewandelt. Durch Konzentration der Sonnenstrahlung – z.B. mit Brennspiegeln – wird Wärme und damit Dampf erzeugt, der wiederum eine Turbine mit Generator zur Stromerzeugung antreibt

Solarzellen

Wandeln Licht direkt in elektrischen Strom um (Photovoltaik). Solarzellen bestehen zumeist aus Silizium, das aus Quarzsand gewonnen wird

Sommerlicher Wärmeschutz

planerische und bauliche Maßnahmen zur Verringerung solarer Wärmeeinstrahlung durch Fenster und andere transparente Bauteilflächen

Sonnenkollektoren

Wandeln die Sonnenenergie (Strahlungsenergie) in Wärmeenergie um (Brauchwassererwärmung, Raumheizung). Die Wärmeverluste des Sonnenenergiesammlers werden vermindert durch einfache oder mehrfache Glasabdeckung und durch Wärmedämmung der Rückseite. Bei einfachen Systemen kann auf das Prinzip der „Wärmefalle“ verzichtet werden (Solarabsorber)

Sparrenvolldämmung

sparrenhohe Dämmung eines Dachs ohne Hinterlüftungshohlraum

Spitzenbedarf

Aufheizen eines unbeheizten Gebäudes; Wärmebedarf am kältesten Tag

Standardkessel

Heizkessel, bei dem die durchschnittliche Betriebstemperatur durch die Auslegung beschränkt sein kann

Stoffwerte

Kenngrößen zur Ermittlung des Wärmedurchgangskoeffizienten (k) eines Bauteils

Stoßlüftung

gezielt eingesetzte Fensterlüftung

Strahlungstransmissionsgrad

Verhältnis der über Strahlungstransmission in einen Innenraum gelangenden Strahlungsenergie zu der auftreffenden Strahlung

Strahlungsverhalten

Die auf eine Fläche auftreffende Strahlung unterliegt der Reflexion, Absorption und Transmission. Abhängig ist dieses Verhalten vom Einfallswinkel und dem Spektralbereich der Strahlung sowie der Beschaffenheit und Farbe der Oberfläche

Stromeinspeisungsvergütung

garantiert den privaten Betreibern von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien eine gesetzlich geregelte Vergütung für die Einspeisung des von ihnen erzeugten Stroms in öffentliche Stromnetze (vgl. Erneuerbare-Energien-Gesetz)

T

 

Taupunkttemperatur

Temperatur, bei der die relative Feuchte der Luft ihren Sättigungsdampfdruck erreicht; bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur Ausscheidung von Wasser (Tauwasser, Kondenswasser)

Teillast

Verhältnis zwischen der Nutzleistung eines intermittierend oder eines mit einer Leistung unterhalb der Nennleistung gefahrenen Heizkessels und der Nennleistung in %

Temperaturzone

Räume, die beheizt werden und die gleiche Raumtemperatur im zeitlichen Durchschnitt aufweisen

Temporärer Wärmeschutz

zu öffnendes, nicht transparentes Element an einem Fenster zur Verbesserung des Wärmeschutzes

Thermostatventil

Regler ohne Hilfskraft; Anpassung der Wärmeabgabe auf den Wärmebedarf am Heizkörper

Torluftschleier

lufttechnische Anlage zur Verhinderung eines Kaltlufteinfalls im Winter, hauptsächlich im Eingangsbereich von Kauf- und Warenhäusern

Transmission

Transport von Wärmeenergie durch feste Körper (Wärmeleitung) unter Einbeziehung der Wärmeübergänge

Transmissionswärmebedarf

der durch den Wärmedurchgang der wärmeübertragenden Umfassungsfläche verursachte Anteil des Jahres-Heizwärmebedarfs

Transmissionswärmeverlust

Wärmestrom durch die Außenbauteile je °K Temperaturdifferenz. Es gilt: Je kleiner der Wert, umso besser ist die Dämmwirkung der Gebäudehülle. Durch zusätzlichen Bezug auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche liefert der Wert einen wichtigen Hinweis auf die Qualität des Wärmeschutzes. Nach der Energieeinsparverordung liegen die zulässigen Höchstwerte zwischen 1,55 (große Nichtwohngebäude mit Fensterflächenanteil über 30 %) und 0,44 W/(m²K) (kleine Gebäude)

Transparente Wärmedämmung

transparenter Stoff mit großer Durchlässigkeit für Sonnenstrahlung und niedriger Durchlässigkeit für Wärmestrahlung; Nutzung der TWD in Verbindung mit einer massiven Wand, die als Wärmespeicher dient

Treibhauseffekt

Klimawirksame Spurengase in der Atmosphäre lassen die kurzwellige Sonnenstrahlung nahezu ungehindert zur Erde passieren, halten aber einen Großteil der langwelligen Wärmerückstrahlung auf der Erdoberfläche zurück. Im natürlichen Gleichgewicht zwischen Ein- und Abstrahlung bewirkt der natürliche Treibhauseffekt eine Durchschnittstemperatur auf der Erde von +15 °C; diese läge ohne Treibhauseffekt bei zirka –18 °C. Die zunehmende Emission von klimawirksamen Spurengasen bei der Nutzung fossiler Energien führt zu einer vom Menschen verursachten Temperaturerhöhung

Trinkwasser-Wärmebedarf

Nutzwärme, die zur Erwärmung der gewünschten Menge des Trinkwassers zugeführt werden muss

Trombe-Wand

mehrschichtige Außenwand, deren Zweckbestimmung in der Wärmespeicherung und in der Wärmestrahlung nach innen liegt

 

 

Begriff

Erklärung

U

 

U-Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient ist ein Kennwert für die Wärmemenge in Watt, die pro m² bei einem Temperaturunterschied von 1 K durch ein Bauteil zur kälteren Seite hin abfließt

UW-Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient des Fensters wird flächengewichtet aus dem U-Wert der Verglasung und des Rahmens bestimmt

Umkehrdach

Flachdach mit Wärmedämmung über der Dachabdichtung

Umweltwärme

natürlich gespeicherte Sonnenwärme in Oberflächenwasser, Erde und Luft

Unbeheizter Raum

Raum oder abgeschlossener Bereich, der nicht zum beheizten Raum gehört

V

 

Verbrauch

in realen Gebäuden zur Beheizung benötigte Wärme- oder Energiemenge

Versuchsbau

Modellbauvorhaben, das der Erprobung neuer Bauarten sowie neuer Bau- und Wohnformen dient; Erprobung innovativer Heizungs- und Lüftungssysteme

W

 

Wandheizung

vollflächig in der Wand verlegte Flächenheizung

Warmdach

nicht belüftetes Dach, bei dem im Gegensatz zum Kaltdach die einzelnen Funktionsschichten direkt übereinander angeordnet und nicht durch einen Belüftungshohlraum getrennt sind

Wärmebedarfsausweis

schriftlicher und förmlicher Nachweis der Heizenergiebilanz eines neuen Gebäudes; in manchen Bundesländern Bestandteil der Bauvorlagen

Wärmebeständigkeit

Wärmebelastung, bei der der Baustoff keine Veränderung erfährt

Wärmebrücke

Bauteil mit erhöhtem Wärmetransport nach außen; Bauteilfugen etwa zwischen Decke und Außenwand; Heizkörpernischen

Wärmedämm-Verbundsystem

außenseitige Dämmschicht mit einem Putz im Verbund; Dämmstoff z.B. aus Hartschaum, Faserdämmstoff, Kork

Wärmedurchgangskoeffizient (U)

Maß für den Wärmedurchgang durch einen festen Körper (Bauteil), der von dem Wärmeübergang eines Mediums (flüssig oder gasförmig) an die Oberfläche des Bauteils, die Wärmeleitung durch das Bauteil und den Wärmeübergang von dem Bauteil zu seinem zweiten Medium abhängig ist

Wärmeerzeuger

Heizkessel

Wärmeleitfähigkeit (λ)

Wärmemenge, die in 1 sec durch 1 m² einer 1 m dicken Schicht eines Stoffs hindurchgeleitet wird, wenn der Temperaturunterschied der beiden Oberflächen konstant 1 K beträgt; je geringer die Wärmeleitfähigkeit, desto besser ist die Dämmwirkung

Wärmeleitung

Weiterleitung von Wärmeenergie innerhalb eines Körpers in Richtung des Temperaturgefälles; kein Teilchentransport

Wärmepumpen

Maschinen, die der Luft, dem Wasser oder dem Erdreich Wärme entziehen, diese (mit Ausnahme von Absorptionswärmepumpen) über elektrisch oder verbrennungsmotorisch angetriebene Kompressoren von einem niedrigen Temperaturniveau auf ein höheres bringen und damit für Heizzwecke und Warmwasserbereitung nutzbar machen

(siehe auch: Download-Dokument - Wärmepumpe)

Wärmerückgewinnungstechnik

raumlufttechnische Anlage, die mittels eines Wärmetauschers der Abluft Wärme entzieht und zur Anwärmung der Außenluft eingesetzt wird

Wärmeschutzverglasung

Verglasungseinheit mit gleichem Aufbau wie Isolierverglasung, jedoch auf einer Scheibe in Richtung des Scheibenzwischenraums, Metallbeschichtung; im Vergleich zu Isolierverglasung deutlich bessere Wärmedämmung

Wärmespeicher

massive Bauteile der wärmeübertragenden Umfassungsfläche eines Gebäudes

Wärmestrahlung

Wärmetransport infolge elektromagnetischer Wellen. Die auf einen Körper auftreffende Strahlung wird reflektiert, absorbiert oder transmittiert

Wärmeträger

Flüssigkeiten oder Luft, die die Aufgabe haben, Wärme vom Kollektor zum Speicher zu transportieren. In Solaranlagen kommt meistens ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel zum Einsatz, damit der Kollektor im Winter nicht einfrieren kann

Wärmetransport

Transport von Wärmeenergie durch Wärmestrahlung, Wärmeleitung oder Wärmeströmung (Konvektion) in Richtung des Temperaturgefälles

Wärmeübergangswiderstand

Maß für den Widerstand, der bei dem Wärmeaustausch zwischen einem festen Medium und einem flüssigen oder gasförmigen Medium auftritt

Wärmeübertragende Umfassungsfläche (A)

Auch Hüllfläche genannt. Sie bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen, Kellerdecke, oberster Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt

Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl (µ)

Verhältnis zwischen dem Wasserdampf-Diffusionswiderstand eines Stoffs und einer gleich dicken ruhenden Luftschicht (Stoffwert)

Wasserkraft

Erneuerbarer Energieträger; zzt. in Deutschland höchster Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung. In einem Wasserkraftwerk strömt Wasser durch eine oder mehrere Turbinen, die einen Generator antreiben; dieser erzeugt Strom

Wasserstoff

brennbares Gas mit hohem Energiegehalt, das beispielsweise in Brennstoffzellen zur Stromerzeugung eingesetzt wird (Sekundärenergie)

Windenergie

Mechanische Energie, die in Windkraftanlagen zur Stromerzeugung und zum Antrieb von Maschinen genutzt wird. In Deutschland liegt die Windenergie mit 7,8 Milliarden Watt elektrischer Leistung, die von derzeit über 7.500 Windkraftanlagen produziert werden, an zweiter Stelle der erneuerbaren Energiequellen zur Stromerzeugung

Windfang

dem Eingangsbereich eines Gebäudes vorgelagerter oder in das Gebäude integrierter Raum, der als Wärmepuffer dient

Windkraftanlagen

Windkraftanlagen (WKA), Windenergieanlagen (WEA) und Windenergiekonverter (WEK) sind Anlagen zur Umwandlung von Windenergie in elektrische Energie

Wintergarten

verglaster Anbau, der vor allem der passiven Nutzung der Sonnenenergie dient; Lüftung über Wintergarten mittels vorgewärmter Außenluft

Wirkungsgrad

Quotient aus der nutzbaren abgegebenen Arbeit und der zugeführten Brennstoffenergie

Im so genannten rechtslaufenden Wärmekraftprozess, das heißt bei Zuführung von Wärme zur Erzeugung mechanischer Energie, wird die theoretische Obergrenze des Wirkungsgrads durch den Carnot-Wirkungsgrad gegeben. Das ist die Temperaturdifferenz des Wärmeträgermediums im Anfangs- und Endstadium bezogen auf seine Anfangstemperatur. Der Carnot-Wirkungsgrad liegt deshalb prinzipiell immer unter 100 %. Bei elektrochemischen Verfahren (z.B. Brennstoffzellen) ist die Stromerzeugung kein Wärmekraftprozess, sie unterliegt also nicht der Wirkungsgradbegrenzung des Carnotschen Kreisprozesses. In Brennstoffzellen wird die chemische Energie der Brennstoffkomponenten direkt in elektrische Energie umgesetzt. Wirkungsgradangaben beziehen sich in der Regel auf Strom und/oder Wärme. Der Wirkungsgrad von Solaranlagen berechnet sich aus der angegebenen Nutzleistung (Strom oder Wärme) bezogen auf den einfallenden Strahlungsfluss

(siehe auch: Download-Dokument - Wirkungsgrad bei Heizungsanlagen)

Witterungsschutz

Schutz der wärmeübertragenden Umfassungsfläche vor Witterungsunbilden wie Regen, Schnee und Luftfeuchtigkeit; Dachvorsprünge; Schlagregenschutz durch wasserhemmende, wasserabweisende und wasserundurchlässige Schichten

 

 

Begriff

Erklärung

Z

 

Zone

Bereich eines Gebäudes, der eine durchschnittliche, um mindestens 4 K unterschiedliche Innentemperatur gegenüber den übrigen Gebäudebereichen aufweist

Zonierung

eine unter energetischen Gesichtspunkten ausgerichtete Grundrissanordnung eines Gebäudes; auch als thermische Zonierung bezeichnet

Zuluftsystem

Lüftungssystem, das der Luftversorgung von Räumen dient

 

 

 

EnEV - Such-Index

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